Afghanistan ad acta (Nachtrag)

Saturday, 11. October 2008 15:57

Eigenzitate sind nicht schön, aber folgenden Aspekt habe ich im Ursprungsartikel an zitierter Stelle unterschlagen:

[...] Die Zusammenfassung dieser teilweise inkompatiblen Gruppierungen unter dem Sammelbegriff “Afghanen” ist nicht das Ergebnis eines innerafghanischen Solidarisierungsprozesses, sondern einer undifferenzierten westlichen Verallgemeinerung. [...]

Ein einigendes Schlüsselerlebnis zieht sich allerdings durch die gesamte Geschichte dieser Region: der Widerstand gegen Invasoren aus dem Ausland. Insofern könnte man zynisch fast meinen: Wenn schon nation building, dann stimmt wenigstens die Methodik.

Afghanistan ad acta

Tuesday, 07. October 2008 17:43

Das Experiment “Afghanistan” ist gescheitert. Die Jahrestage des Einmarsches der westlichen Streitkräfte und der Installation der Regierung Karzai häufen sich ohne das belastbare Erfolge im Bereich Frieden und Sicherheit zu verzeichnen sind. Die Ursachenforschung für dieses Versagen beschäftigt sich hauptsächlich mit der Art und Weise der Intervention von außen und versperrt sich somit die Sicht auf ein - meiner Meinung nach - viel entscheidenderes, weil elementareres Problem: | Ganzen Beitrag lesen …

Wort der Woche: Realwirtschaft

Monday, 06. October 2008 10:55

Für den Ökonomen ist es ein Standardausdruck, für die Krisenschaulustigen ein wichtiger Indikator, für den sprachaffinen Blogger ein gar merkwürdig Konstrukt: die Realwirtschaft. Was soll das denn sein, bzw. - viel interessanter - was ist das passende Gegenstück dazu?

bild: Jacob Bøtter (cc)

Gibt es neben der realen auch eine eingebildete Wirtschaft? Werden wir klammheimlich von einer virtual economy, also sowas wie einer new economy 2.0 mit verbesserter Blasenfunktion, an den Rand des geistigen wie finanziellen Ruins getrieben? Das Geld, das dieser ungreifbare Zweig vernichtet, scheint tatsächlich nicht ganz echt. Die Auswirkungen sind dafür umso handfester.

Beim missionarischen Serienmörder funktioniert das ebenso: Die Stimmen, die ihm die Mordaufträge erteilen, sind eingebildet. Die Opfer sind tatsächlich tot.

Bauchschreiben

Wednesday, 06. February 2008 01:22

Wenn mich, wie für diese Uhrzeit extremst typisch, die Schreibblockaden schikanieren, schreibe ich zur Überwindung manchmal einfach irgendwie irgendwas weiter und freue mich anschließend darüber.

Lehrer Lempel
bild: wilhelm busch (pd)

Die fundamentale Ausrichtung der „Theorie der Gerechtigkeit“ lässt es schwer möglich erscheinen, ihr auch bei einer starken Eingrenzung des Themenbereichs im Rahmen einer Seminararbeit gerecht(!) werden zu können. Die notwendigen Auslassungen und Verkürzungen bergen die Gefahr einer zwingenden Oberflächlichkeit.

Gefällt mir sprachlich eigentlich total gut, aber es erscheint aus taktischen Gründen angebrachter den Absatz zu entfernen. Korrektoren lesen erfahrungsgemäß nur ungern bereits auf Seite 3, dass man die Aufgabenstellug Banane findet.

Und dennoch wollen diese dummen Seiten einfach nicht voll werden. Und eigentlich ist die Bananenaufgabe meine eigene Idee. Und eigentlich habe ich auch nur keine vernünftige Arbeitsthese. Mist. Gute Nacht.

Google: Schlagzeilen-Monopol

Sunday, 03. February 2008 04:14

Der Grund, weshalb ich mich ursprünglich für Google News interessierte, war die Möglichkeit ohne nennenswerten Aufwand zu einem Thema die verschiedenen Berichte der wichtigsten Online-Redaktionen abrufen zu können. Im Zusammenspiel mit dem aktuellen iGoogle-Gadget funktioniert das in der Praxis auch ganz hervorragend.

Mittlerweile muss man allerdings einschränkend hinzufügen: theoretisch. Die folgenden drastischen Bilddokumente illustrieren, dass das ersehnte Bad in den Früchten der Informationsfreiheit gegenwärtig nicht so ganz gelingen mag. | Ganzen Beitrag lesen …