Wort der Woche: Realwirtschaft
Für den Ökonomen ist es ein Standardausdruck, für die Krisenschaulustigen ein wichtiger Indikator, für den sprachaffinen Blogger ein gar merkwürdig Konstrukt: die Realwirtschaft. Was soll das denn sein, bzw. - viel interessanter - was ist das passende Gegenstück dazu?
Gibt es neben der realen auch eine eingebildete Wirtschaft? Werden wir klammheimlich von einer virtual economy, also sowas wie einer new economy 2.0 mit verbesserter Blasenfunktion, an den Rand des geistigen wie finanziellen Ruins getrieben? Das Geld, das dieser ungreifbare Zweig vernichtet, scheint tatsächlich nicht ganz echt. Die Auswirkungen sind dafür umso handfester.
Beim missionarischen Serienmörder funktioniert das ebenso: Die Stimmen, die ihm die Mordaufträge erteilen, sind eingebildet. Die Opfer sind tatsächlich tot.
